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silence


Tränen rannen über seine blassen Wangen, die inzwischen nass waren. Mit einem leisen Verzweiflungsschrei stieß er die tröstende Hand des anderen jungen Mannes, der vor ihm stand und versuchte ihn zu beruhigen, von sich.

„Nein, Aki! Wie kannst du nur sagen, dass ‘alles gut wird’...? Eben erzählst du mir, dass das mit uns keine Zukunft hat und dann... dann soll alles gut sein?! Nein!!!” Mit einem verzweifelten Schluchzen warf sich der schwarzhaarige Mann auf das Bett hinter sich und vergrub seinen Kopf in den Kissen, die sein lautes Weinen trotzdem nicht zu ersticken vermochten.

„A- aber, Lauri! Du hast es gewusst. Genauso wie ich. Wir wussten es beide von Anfang an...“ Mit diesen Worten ging der Jüngere auf den verzweifelt auf die Kissen einschlagenden Lauri zu und versuchte den sich sträubenden Körper in seine Arme zu schließen.

„NEIN!! Lass mich... geh weg... ICH HASSE DICH!!!“ Die letzten Worte waren erfüllt vom Schmerz, der seit Aki begonnen hatte zu sprechen, Lauris Herz zusammenkrampfen ließ. Doch der zitternde Körper in Akis Armen blieb steif und erschöpft gegen seine Brust gelehnt liegen. Langsam hob Lauri die Augen, deren Umrandung tränenverschmiert war und dunkel seinen Blick umwölkte. Er sah dem Mann, der ihm so viel Schmerz bereitet hatte, in die inzwischen ebenfalls tränenden Augen. Sie wussten beide, dass es in dieser Nacht enden musste. Sie hätten nie ‚für immer’ zusammen sein können. Früher oder später hätten sie sich trennen müssen. Was wenn die Presse davon Wind bekäme...? Lauri wusste nur zu gut um was es ging. Er wusste, was er riskiert hatte für diese kurze Verbindung.

„Komm… komm, hör auf zu weinen, Aki... Es tut mir leid.“, hauchte er liebevoll in das schwarze Shirt, das Aki trug. Er wusste, dass Aki das Selbe empfand wie er. Nie hätte er es gewagt, die Nächte zu vergessen, die sie zusammen verbracht haben. Die zaghaften Küsse, die immer leidenschaftlicher wurden. Die leisen Laute, die beiden entflohen, je länger sie sich liebkosten. Die sanften Hände, die über seinen ganzen Körper strichen und ihn nach mehr verlangen ließen. Das unbeschreibliche Gefühl, als Aki ihn nahm. Er war Akis Eigentum und Aki gehörte ihm. Für immer. Nur konnten sie nicht weiterhin ihre Liebe miteinander teilen. Es war endgültig. Das hatte Lauri verstanden.

„L- lass uns... ein letztes Mal..., ja?“

And I'd give up forever to touch you
Cause I know that you feel me somehow
You're the closest to heaven that I'll ever be
And I don't want to go home right now
Er setzte sich auf und verringerte die Entfernung zwischen ihren Lippen, bis der Abstand nur noch wenige Zentimeter betrug. Er konnte deutlich spüren, welche Wirkung seine unmittelbare Nähe auf Aki hatte. Sein Geliebter atmete flach, seine Blicke glitten über Lauris Körper, schienen beinahe durch seine Kleidung zu dringen. Seine Finger zuckten nervös.
„Lauri“, presste Aki hervor. Seine Augen flackerten „Ich...“, er brach ab und schüttelte nur stumm den Kopf. Jedes Wort war überflüssig. Lauri streckte langsam seine Hand aus und berührte ganz sanft Akis Wange, spürte die Hitze, die von der weichen Haut unter der das Blut kochte ausging, fuhr mit seinen Fingern den Wangenknochen entlang und strich vorsichtig eine Strähne des schwarzen Haares aus dem Gesicht, dass er so liebte.
Plötzlich umfassten Akis Hände Lauris Gesicht. Lange verharrten sie so. Stumme Blicke, die über einen unendlich langen Zeitraum ausgetauscht wurden, Gefühle, die daraus sprachen und unbeschreiblicher Schmerz. Akis Innerstes zog sich zusammen bei dem Anblick seines Geliebten. Er wusste, dass Lauri unmenschliche Qualen litt. Sein ganzes Herz hing an dieser Beziehung. Er war seine große Liebe. Doch sie durften nicht zusammen sein, weil es die Medien und ihr Beruf nicht erlaubten. Aki wusste, dass mit der Trennung ein Teil von ihm sterben würde.
„Ich liebe dich.“, sagte er mit fester Stimme.
„Ich dich auch... Aki.“, entgegnete Lauri. Der leere Unterton, der sich in seine Worte mischte, entging Aki.
Er schloss die Augen und es sah aus, als würde er versuchen die sanften Küsse, die Aki auf seinen Lippen verteilte zu verinnerlichen. Aber das stimmte nicht. Er war in einen tiefen Abgrund gestürzt aus dem es kein Zurück mehr gab. Und während er seine Lippen bereitwillig öffnete um seinen Geliebten gewähren zu lassen, fasste er einen Entschluss. Er würde dieses letzte Mal in sich aufsaugen und mit ins Grab nehmen. Bei diesem Gedanken brach er wieder in stumme Tränen aus und ließ sich im selben Moment von Aki mit dem Rücken auf die Laken drücken.

And all I can taste is this moment
And all I can breathe is your life
Cause sooner or later it's over
I just don't want to miss you tonight

Immer wieder wanderten Akis Lippen über Augen, Nase, Ohren und Mund des Anderen, bis sich ihre Zungen fanden und miteinander verschmolzen. Die schwarzen Kerzen auf dem eisernen Gerüst in der Zimmerecke verlöschten in einem plötzlichen Luftzug. Nur noch das fahle Mondlicht beleuchtete das Szenario eines traurigen Abschieds. Es erhellte die auf dem Boden verstreuten Kleidungsstücke und streichelte die beiden verschlungenen Körper, während es ihm sanfte Lippen, feuchte Zungen und tastende Fingerspitzen gleich taten. Eine nie gekannte unterschwellige Erregung ergriff die beiden Liebenden. Es war wie ein stiller Hauch, der über ihre Haut streifte und mit einem leichten Kribbeln über die Atemwege in den ganzen Körper gelangte. Raum und Zeit schienen gestorben zu sein. Es existierten nur noch sie, das dunkle Zimmer und der Mond, der kühl durch die Fenster strahlte.

Aki hatte sich kurz aufgesetzt um dieses Bild zu beobachten. Es war das letzte Mal... In seiner Erinnerung gab es viele von Verlangen und Leidenschaft geprägte Treffen, doch dieses durfte nicht einfach durch den Nebel ungezähmter Lust aufgenommen werden. Sein wunderschöner dunkler Engel mit den schwarzen Flügeln, die er ihm gebrochen hatte, damit Lauri ihm nicht entfliehen konnte. Es war seine ‚Schuld’, dass sie zusammenkamen. Anfangs war Lauri zu verwirrt von seinem Geständnis, doch dann wurde seine innige Liebe zögernd erwidert.

/Ohne mich würde er jetzt seine Schwingen ausbreiten können und in die Nacht fliegen.../,dachte Aki und sah traurig auf seinen Geliebten herab, dessen Augen halb geschlossen waren. Ein paar Tränchen, in denen sich das Mondlicht brach, hatten sich in seinen langen Wimpern verfangen. Sein nackter Körper hob sich wie Marmor von der schwarzen Seide unter ihm ab und schien im Dunkeln zu leuchten. /Zu schön um wahr zu sein. Und jetzt verlasse ich diesen Engel, nachdem ich ihm die Flügel brach um ihn am Wegfliegen zu hindern./

Mit einem leisen Seufzen beugte er sich wieder über Lauri, der kurz die Augen ganz aufschlug, so als wollte er erkennen, wer sich da über ihn beugte. Doch sobald er Akis Lippen auf seinen spürte senkten sich seine Lider erneut über die katzenartigen Pupillen. Ein paar Minuten, oder Stunden, oder vielleicht auch nur Sekunden, lag Aki auf seinem Geliebten und küsste ihn halb besinnungslos. Er wusste, dass nichts ihn mehr aufhalten konnte. Er würde sich diese Nacht mit seinem Geliebten vereinen, und niemand würde sie davon abhalten können.

Als sich Akis Hand zwischen sie schob und leicht über Lauris Erregung strich, durchzuckten diesen Blitze, die bis in seine Lenden fuhren. Er kam sich empfindlicher für die Berührungen seines Geliebten vor, als er es bisher je gewesen war. Sein Oberkörper bäumte sich verlangend auf, während Aki vorsichtig begann ihre pochenden Erektionen langsam aneinander zu reiben. Ein Gefühl der Ohnmacht und Schwäche gefolgt von einer Welle der Lust tobten in Lauris Körper, der sich ekstatisch unter dem seines Geliebten wand. Er zog Aki zu einem Zungenkuss zu sich herunter, was diesen allerdings nicht veranlasste von Lauris Glied zu lassen. Leise stöhnte dieser in den heißen Kuss und erschauderte wollüstig während Aki weiter ihre pulsierenden Körperteile aneinander rieb und gleichzeitig behutsam einen Finger in den Körper des jungen Mannes schob. Vorsichtig, mit leicht kreisenden Bewegungen weitete er Lauri so weit, dass er problemlos drei Finger einführen konnte, denen sich sein Geliebter immer heftiger entgegenstreckte.

„Ohhhhh... GOTT!!! Aki... I- ich... es... ich halte das nicht mehr lange aus... hm...jaaaaaaaah...“,stammelte er zusammenhanglos. Aki hielt sofort inne und entfernte seine Finger aus dem zitternden Körper unter sich. Er legte sich Lauris Beine um die Hüften, wo sie ihn sofort fest umklammerten. Er nahm Lauris Hände in seine, automatisch verankerten sich ihr Finger ineinander. Dann hielt er die Hände seines Geliebten neben seinem Kopf ins Kissen gedrückt.

„Ich liebe dich, mein wunderschöner Engel.“, flüsterte er leise an Lauris Lippen und drang dann langsam in ihn ein. Es war so quälend, dass beide dachten vor Lust und Begehren wahnsinnig zu werden. Lauris Beine zitterten und krampften sich fester um Aki, während er mit zusammengepressten Lippen seinen Kopf tiefer in das Kissen drückte. An Akis Schläfe perlte glitzernd ein Schweißtropfen entlang und fuhr über die angespannten Halsmuskeln bis auf seine Brust. Keinem von beiden entkam auch nur ein Laut. Als Aki sein hartes Fleisch vollständig im Körper seines Geliebten vergraben hatte, verharrte er unbeweglich in dieser Position. Auf Lauris Erektion glitzerten bereits die ersten Tropfen. Sanft strich Aki über die gerötete Spitze und verteilte die Flüssigkeit auf dem harten Samt, was Lauri leise Wimmern ließ. Er empfand Lust und Erregung, die ihm schon fast körperliche Schmerzen bereiteten. Doch es war ein süßer Schmerz, den er nur zu gerne spüren wollte.

„Bitte...“, flüsterte er schwach und sah durch den schmalen Spalt zwischen seinen Wimpern zu Aki herauf. Dieser beendete sofort diese angenehme Art der Qual und bekann sich tief in Lauri zu bewegen. Er füllte ihn vollständig aus und bereitete ihm somit einen Schauer unbeschreiblicher Gefühle. Er ließ sich viel Zeit. Er wollte diesen Akt bis in die letzte Einzelheit auskosten. Auch wenn es ihn seine ganze Selbstbeherrschung kostete, beschleunigte er den Rhythmus seiner Stöße nicht. Gelegentlich stieß er etwas tiefer und hob leicht Lauris Becken an, der inzwischen die Augen geschlossen hatte und stumm die Lippen bewegte, deren stilles Gebet ab und zu durch ein leises Aufseufzen oder einen hektischen Atemzug unterbrochen wurde. Doch als Aki das Glied seines Geliebten umfasste, war es entgültig vorbei mit der heiligen Stille in dem Raum. Gleichzeitig hatte Aki die Prostata des Geliebten stark gereizt, was diesem einen leisen Schrei entrang.

Und während die Lust der Beiden wuchs, dachte Lauri :/Es ist so unwirklich... zwei Wesen, die verzweifelt versuchen sich zu vereinen, obwohl sie genau wissen, wie sinnlos und unmöglich es ist. Hier steht die Zeit still, doch vor den Fenstern, auf der Strasse geht das Leben weiter. Die Welt wird nicht aufhören sich zu drehen. Und morgen, wenn wir uns nie wieder so nah sein können, wird mir niemand ansehen, dass ich mein Herz verloren habe. Sie werden es nicht verstehen... Niemand wird das klaffende Loch in meiner Brust sehen, in dem einmal mein Herz war. Wie grausam die Welt doch ist./

Mit der linken Hand packte Lauri Akis Schulter, die Rechte verkrampfte sich fester um dessen linke Hand. Heiße, sirrende Dunkelheit umfing ihn mit einem Mal. Wie Watte, die alles taub werden ließ.

„AKI!!!” /...und du? Wirst du wissen wie es mir geht...? Siehst du die Wunden, die du mir gerissen hast...?/

And I don't want the world to see me
Cause I don't think that they'd understand
When everything's made to be broken
I just want you to know who I am

...



END