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Das hier ist eine RAPE!!!!!! Ausdrücklich ab 18!!!!!!!!!!!!!!!!!



glass † + † moon

Prolog

Augen, wie zwei unergründliche grüne Seen, die ihre Opfer mit ihrer geheimnisvollen Tiefe locken um sie heimtückisch zu ertränken und darauf lauern sie mit messerscharfen Ranken in die Dunkelheit zu ziehen.

Lippen, wie seidene Rosenblätter, die sich in blutigem Rot aneinander schmiegen und meine Blicke bannen.

Haare, schwarz wie die Nacht, die mich mit ihrem weichen Glanz dazu verführen in ihnen zu wühlen, in ihnen zu versinken.

Haut, wie Alabaster, glatt und makellos, die mich verführt von ihr zu kosten, meine Male auf ihr zu hinterlassen und sie so zu beschmutzen und zu entweihen.

Er, der mich mit seiner Stimme über den Rand des Wahnsinns treibt, mit seinem Körper bezirzt und mich des nachts in Träumen gefangen hält, die mich vor Erregung zittern lassen.

Ich will ihn besitzen. Seinen Körper, seine Seele, seine Gedanken. Alles.

Ich werde ihn fangen und ihn in einen Glaskasten sperren, ihn in silberne Ketten legen. Ich werde versuchen mich in ihm zu verkriechen, mit ihm eins zu werden. Bis diese grünen Katzenaugen allein mich sehen und blind für alles andere geworden sind...

...Selbst für den durchsichtigen Mond, der mit seiner erbarmungslosen Kälte auf uns herablächelt und seine kalten Finger noch fester um mein Herz schließt...




Part 1- something´s waiting in the dark...

”Wie bekommt man einen Gothic vom Baum?”

Helles Lachen dringt zu mir durch.
Eine klare Stimme, die neugierig auf jemanden einspricht.
Tausende von Geräuschen und Bildern, die ich bis eben ausgeblendet und aus meinen Gedanken gelöscht hatte, strömen auf mich ein, durchdringen mein Bewusstsein.
Meine Augen fokusieren plötzlich wieder das, was ich die ganze Zeit gedankenversunken angestarrt habe. Dich.

”Kein Ahnung! Sag schon, Jari! Du wolltest doch nur hören, dass ich es nicht weiß!” Jari beugt sich grinsend vor und tippt dir mit dem Zeigefinger auf die Nase.
”Du kennst mich eben zu gut.” Er hält inne, sein Blick flackert zu mir.
”Hei, Aki! Bist du schlauer als das Vögelchen und kennst du die Lösung?”
Ich starre ihm einige Momente lang ausdruckslos in die Augen, wende dann meinen Blick wieder von ihm ab und versinke erneut in weiter Ferne. Kindisch. Unbeschwert. So kann ich nicht mehr sein. So bin ich nicht mehr. Dunkel, gefärlich... gelenkt von einem unstillbaren Verlangen... So bin ich.

Ich stehe auf, lasse die Beiden zusammen mit dem Rest der Crew auf der Sitzecke zurück und setze mich an den Tresen. Jaris beleidigtes Gemecker blende ich einfach aus. Wie alles andere, das mich stört.

Der Barkeeper setzt eine Bloody Mary vor mir ab und verschwindet wieder. Wann hab ich denn bestellt? Das ist noch etwas, dass mich in den Wahnsinn treibt. Diese ständigen Blackouts. Deine Augen, die Schmerzen...

”... die Zwei da hinten treiben?” Eero sieht mich an, wartet auf eine Antwort, die ich ihm nicht geben kann. Wann ist der denn aus dem verdammten Boden gewachsen?! Ich ignoriere seinen verwirrten Blick und lasse ihn mitsamt meiner Bloody Mary stehen.

Auf dem Weg zurück ins Hotel vergrabe ich die Hände tief in den Manteltaschen und starre blind für meine Umgebung vor mich hin. Schon wieder sehe ich nur dich. Es macht mich verrückt. Ich muss dich besitzen.


~without you, I´m nothing~


Schlimmer. Ohne dich bleibt mein Universum stehen. Es würde in seiner Bewegung erstarren, in sekundenschnelle um hunderte von Jahren altern. Schatten würden mit ihren dunklen Ranken alles umwinden und abtöten. Alles wäre farblos und grau. Und irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist, wird alles langsam verrotten und zu Staub zerfallen, der aufgehäuft liegenbleibt, weil es keinen Wind mehr gibt, der ihn forttragen könnte...

”Warte! Aki! Verdammt... bleib... stehen!” Eine Hand greift nach meiner Schulter, ich spüre, wie du dich mit deinem Gewicht darauf lehnst. Dein Atem geht schnell. Bist du mir die ganze Zeit gefolgt?
”Was fällt dir ein, mich mit diesem besoffenen Typen in diesem versifften Schuppen zu lassen?” Deine Hand sengt ich durch den Stoff in meine Schulter und verbrennt mein Fleisch. Du gehst um mich herum, ein Windhauch fährt durch deine Haare und lässt kurz ein Lächeln über deine Lippen wandern. Du willst dir über die Augen reiben, doch ich halte dich zurück. Es ist eine Angewohnheit, die du einfach nicht ablgegen kannst.
”Willst du dir etwa das ganze Make- up versauen...?” Es kommt mir so vor, als hätte ich diese Worte gedacht und jemand anderer hätte sie ausgesprochen. Meine Stimme klingt rau und... erregt...?
Ein leichter Schatten fliegt über deine Augen, deren Grün sich für Sekundenbruchteile verdunkelt. Du leckt dir über die Lippen, entziehst mir deine Hand.
”Komm, ich bin müde. Das Hotel ist gleich da vorne.” Obwohl du mir schon den Rücken zugedreht hast, nicke ich langsam. In meinem Kopf schwirrt ein Bild umher. Deine Zungenspitze, die einen nassschimmernden Film auf deinen Lippen zurücklässt.




Part 2- shining

Sorglos schmetterst du hinter uns die Zimmertür ins Schloss und schließt ab. Es ist dir egal, ob du das halbe Stockwerk geweckt hast. Diese Gleichgültigkeit...

”Was ist?” Du grinst mich frech an, senkst ein wenig deine langen Wimpern über deine wundervollen Pupillen, verstärkst dadurch unbewusst ihre Wirkung.

”Hm?”, antworte ich und starre eigentlich schon wieder abwesend meinen Gedanken hinterher. Was ist? Ich weiß nicht... Vielleicht bist ja du für dieses ”was ist” verantwortlich. Nein, nicht vielleicht. Ganz sicher. Meine Augen verstellen wie von selbst die Sichtweite und ich sehe wieder dich. Dein Shirt fliegt in die Richtung, in der ein Stuhl steht und verfehlt ihn knapp. Seufzend starrst du den Stuhl an und setzt dich dann in Bewegung. Ich folge dir mit den Augen, bewundere deine gerade Wirbelsäule, die sich in sanfte, kaum sichtbare Bögen Teilt, die unter deiner blassen Haut hervortreten, als du dich bückst. Ich fahre mit den Augen jede einzelne deiner Rippen nach, wandere tiefer... und erstarre. Der Stoff deiner engen Jeans spannt sich gerade zu lasziv über deinen Hintern und lässt mich erahnen, was sich darunter verbirgt. Nein, eigentlich weiß ich genau, wie du ohne diesen störenden Stoff aussiehst. Zu oft schon habe ich dich nackt gesehen, wie du unbekümmert geduscht hast, während ich mich fast auf dich gestürzt hätte. So verdammt unbefangen in deiner göttlichen Nacktheit...

”Denkst du nicht, dass wir uns inzwischen getrennte Zimmer leisten könnten?”, frage ich und versuche krampfhaft das Bild von deinem nackten Körper aus meinem Kopf zu vertreiben. Du zuckst kurz zusammen, ziehst dir dann aber schnell die Jeans aus und legst sie ordentlich auf die Stuhllehne. Nurnoch in Shorts drehst du dich zu mir um.
”Wieso denn? Das machen wird doch schon immer so. Oder...”, dein Blick wird misstrauisch,”... oder hast du keine Lust mehr... m- mit mir in einem Zimmer zu...?” Du brichst ab und siehst mich mit feucht glänzenden Augen an. Würde es dich so verletzen, wenn ich nicht mehr in deiner Nähe wäre? Aber meine Nähe ist nicht gut. Für keinen von uns. Du weinst so selten und jetzt... Ich habe dich zum Weinen gebracht.
”Nein, nein! Natürlich werde ich mir immer ein Zimmer mit dir teilen. Ich hab ja nur gefragt...”, sage ich desswegen und mache schnell den Fernseher an. Langsam kommst du näher. Dann spüre ich einen warmen Körper, der sich an meinen Rücken drückt. Die Hitze, die mich mit einem Mal durchdringt, raubt mir fast die Sinne.
”... danke, Hattu...”, flüsterst du an meinem Ohr. Kurz heben sich meine Schultern, ich zittere. ”Ist dir kalt?”, fragst du und streichelst meinen Rücken, als würde mir das Wärme spenden. Wenn du wüsstest, WIE warm mir gerade ist... das Höllenfeuer zerfrisst meine Eingeweide...
”Nein, alles ist in Ordnung. Ich... ich mache einfach die Heizung an.” Die Antwort scheint dich zufriedenzustellen, denn deine Wärme verlässt mich und als du das nächste mal sprichst höre ich deine Stimme aus dem Badezimmer.
”Ich dusche jetzt!! Danach bist du dran!”

Seufzend lasse ich mich auf das große Doppelbett fallen und versuche mein Blut wieder unter Kontrolle zu bekommen. Wenn das so eitergeht, bleibt mir wohl keine andere Wahl... Es ist einfach unerträglich. Ich kann nicht mehr ohne dich, aber mit dir erst recht nicht. Deine Nähe macht mich wahnsinnig. Deine Berührungen lösen wilde Phantasien in mir aus. Und dein Verhalten gibt mir Rätsel auf. Es dauert schon zu lang. Meine Gedult ist nicht ewig. Bald wird mir der Kragen platzen. Dann ist es zu spät. Zu spät für dich, mein schwarzer Vogel...

Aus dem Badezimmer ist deine Stimme zu hören. Ein paar Songtextzeilen wehen zu mir herüber, aber ich erkenne nicht um welches Lied es sich handelt. Leise schleiche ich zu der geschlossenen Badezimmertür und presse mein Ohr dagegen.

/... I'm not the only one.
I'm not the only one.

Hate me. Do it and do it again.
Waste me. Taste me, my friend.

I'm not the only one.
I'm not the only one.
I'm not the only one.
I'm not the only one.
My fav'rite inside source. I'll kiss your open sores.
Appreciate your concern.
You'll always stink and burn.

Rape me. Rape me, my friend.
Rape me. Rape me again.

I'm not the only one.
I'm not the only one.
I'm not the only one.
I'm not the only one.
Rape me. Rape me. Rape..../

Fast schmerzlich beendet deine Stimme das Lied und es ist nurnoch das Rauschen des Wassers zu hören. Erschrocken siehst du mich an. Verwirrt sehe ich zur Türklinke, die ich in der Hand halte. Mechanisch setzen sich meine Beine in Bewegung. Mit einer hastigen Bewegung weichst du zurück und siehst mich aus großen Augen an. Was hat der böse Aki jetzt vor? Das zeige ich dir gleich, mein Schatz... mein Liebling...

”A- aki... w- was...?” Ich schüttle nur den Kopf. Nein, eine Antwort bekommst du nicht. Zu lange wurde nur geredet... mit einer schnellen Handbewegung habe ich das Wasser abgestellt und deine Handgelenke ergriffen, die ich über deinem Kopf an die kalten Fliesen drücke. Du bist zu entsetzt um in irgendeiner Weise zu reagieren. Auch gut. Das macht es mir einfacher. Mit einer Hand halte ich deine Gelenke fest, die andere lasse ich an deiner Wirbelsäule herabgleiten. Ich kralle mich in deinen knackigen Arsch und massiere die zarte Haut unter meiner Handfläche fest. Ich spüre etwas, das mit den Atem stocken lässt und erstarre. Leicht reibt sich dein Becken gegen meinen Schritt. Es sind kaum spürbare kreisende Bewegungen. Ich hebe den Blick, lasse ihn über deine nasse Brust gleiten und treffe dann auf deine Augen, die sich verdunkelt haben und verschleiert zu mir aufblicken. Ein leichtes Lächeln umspielt deine Mundwinkel und du beginnst dich härter zu bewegen. Ich keuche laut und beisse mir auf die Unterlippe um nicht die Beherrschung zu verlieren. Mit einem Grinsen reiße ich an deinen Haaren deinen Kopf zurück und lecke über deinen weissen Hals. Halb vor Schmerz, halb vor Lust wimmerst du. Ich vergrabe meine Hand tiefer in deinen Haaren und sauge an deinem Schlüsselbein. Ich habe schon einen Ständer, der am wachsen ist, weil du dich noch immer gegen ihn bewegst.

”Ich wusste doch schon immer, dass du eine kleine Schlampe bist...”, zische ich in dein Ohr und labe mich an dem Seufzen, das ich dir damit entringe. Ich ziehe deinen Kopf zu mir und lecke gierig über deine geröteten Lippen. Ich knabbere leicht an ihnen, ziehe sie zwischen meine Zähne. Brutal dringt meine Zunge in deinen willig geöffneten Mund ein und umfängt deine, die sich sofort meinen Forderungen ergibt. Die harte Behandlung gefällt dir wohl... Leise stöhnst du in unseren Kuss, der härter geworden ist. Immer wieder gleitet meine Zunge in deinen Mund. Ich nehme deinen ganzen Mundraum für mich ein. Immer wieder seufzt du, verlangst nach mehr. Die Luft zwischen uns zittert vor Hitze, der Sauerstoff wird langsam knapp. Zu lange haben wir uns nicht getrennt. Schwarze Punkte tanzen vor meinen Augen, als ich mich von dir löse und dein Kinn mit Daumen und Zeigefinger packe.

”Und jetzt sag mir, was ich mit dir machen will...”




Part 3- chase

Mit einem lasziven Lächeln lässt du dich von mir auf das Bett stoßen und räkelst dich genüsslich auf den weißen Laken, die leise unter dir rascheln. Langsam komme ich über dich, meine Kleidung ist irgendwo im Zimmer verstreut. Ich komme mir vor, wie ein Jäger, der mit seiner Beute spielt, bevor er sich auf sie stüzt und sie zerfetzt. Es gibt nichts mehr, das mich zurückhalten könnte. Die Fleischeslust überrennt mich mit einer Intensität, die mich erzittern lässt. Ich will in diesen Körper eindringen, ich will ihn beschmutzen, ihn entweihen, ihn zu meinem Eigen machen, ihn zerstören, ihn branntmarken... Ich will diesen göttlichen Körper bluten sehen! Blasse Arme, die meinen Hals umfangen und mich zu dir ziehen. Dein Geruch vernebelt meine Sinne. Du bist meine Sünde und mein Heiligtum.

”Was ist? Hast du etwa Angst...?”, erklingt deine fragende Stimme, in der ein leichtes Lachen mitschwingt. Zarte Finger streicheln meine Wange.
”Oh.... nein. Ich habe keine Angst...” Ich weiß genau, was ich tue. Du bist mein, wunderschöner Luzifer.

Leise kichernd lasse ich meine Hände über deinen warmen Körper streichen. Die Vorfreude hat ein kleines Feuer in meiner Brust entfacht, das leise knisternd Funken sprüht. Nur du kannst die taube Leere ausfüllen, die dort herrscht. Ich sehe auf, in deine Augen, die mich vertrauenstvoll anblicken. Wie freue ich mich darauf dieses Vertrauen verlöschen zu lassen, diesen verfluchten messerscharfen Blick. Was für ein Hochgefühl es mir bescheren wird das Lächeln von deinen sinnlichen Lippen zu wischen und deine Schreie zu hören, während ich dich schände, meine Schönheit, mein Untergang...

Ich stürze mich auf deinen Hals, fahre immer wieder mit der Zunge über deine Schlagader, durch die heiß dein süßes Blut pulsiert. Ich höre dich wimmern. Ich spüre, wie das neue Gefühl beginnt dir zu gefallen, wie du nach mehr verlangst. Oh, nichts lieber als das. Zu gerne gebe ich dir mehr. Nein, ich GEBE nicht, ich NEHME. Alles was ich brauche bietest du mir dar. Wieder bist allein du der Fokus, der meine Blicke anzieht, sie an dich heftet und mich hypnotisiert. Mit einem Knurren kratze ich über deinen Brustkrorb, der unter deinen schnellen Atemzügen zittert. Drei lange Striemen zieren deine makellose Haut. Langsam treten winzige Blutströpfchen daraus hervor. Ich fühle, wie mein Verlangen wächst und meine Selbstbeherrschung schwankt. Scharf ziehst du Luft in deine Lungen, als ich mich über die Kratzer beuge und genießerisch das Blut von den Wunden lecke. Du schmeckst betörend mein Lieber... Ein Blick nach oben zeigt mir, dass du die Augen zusammengekniffen hast. Der Schmerz brennt leicht auf deiner Haut, doch als ich wieder an den Striemen sauge entfährt dir ein Seufzen. Erregung. Zitternde Gliedmaßen.

”Hm... dein Blut macht süchtig...”, säusle ich leise. Kurz versteift sich dein Körper, als ich mit dem Zeigefinger dein Blut aufwische und es bedächtig ablecke. Dann beuge ich mich wieder über dein schönes Gesicht und küsse dich, hart, besitzergreifend, rücksichtslos. Deine schönen weichen Lippen... wie ich sie liebe. Ich liebe alles an dir. Ich verehre es. Ich hasse es! Hassliebe...

Du bist mein Sakrament. Du bist heiliger als alles andere. In deiner Gegenwart scheint sich das Licht zu verdichten. Und während ich hier mit dir liege, mich deines Körpers bemächtige, wächst mein Verlangen danach dich zu zerstören, deine Aura zu brechen. Du stöhnst. Es ist klingt unschuldig, unwissend, erregt von den unbekannten Freuden, die dein Körper erlebt. Deine Stimme hallt in meinem Kopf wieder, frisst sich tief in meine Erinnerung. Meine Finger graben sich in deine fiebrigen Schenkel, öffnen sie. Deine Augen weiten sich, deine Lippen zittern. Plötzlich ist es im Raum vollkommen still. Hitze. Innerer Druck. Widerstand.

Starr vor Entsetzen siehst du mich an. Dein Körper zuckt leicht, als der brennende Schmerz über ihm zusammenschlägt und dein Bewusstsein vernebelt. Kein einziger Ton entweicht deinem leicht geöffneten Mund, kein Atemzug ist zu hören. Stimmt es was man sagt? Fühlt es sich an, wie glühende Nadeln? Überwältigt von einer sadistischen Erregung verharre ich, bin zu Stein erstarrt. Meine Lenden brennen.


~Der Niedere schändet den Engel...~


Stockend lässt du Luft in deine Lungen. Du würgst, stößt den Sauerstoff keuchend wieder aus. Deine Augen sind ungläubig auf mein Gesicht gerichtet. In ihnen ist ein Funke gesprungen, der langsam alles in Schutt und Asche legen wird. Ich weiß es, denn es ist die Angst, die in dir hochkriecht und sich wie ein Schleier über deinen Blick senkt. Stück für Stück ziehe ich mich wieder zurück.

”A- aki... was...?” Der Stoß, mit dem ich erneut in dich eindringe, schneidet dir das Wort ab. Ein gequälter Schrei entfährt deiner Kehle und perlt in vibrierenden Wellen über meinen Körper. Welch bestialischer Schmerz wohl dein zartes Gewebe durchzieht. Leidendes Wimmern erfüllt den Raum, wie süß es klingt in meinen Ohren. Bebend presst du die Hände gegen deinen Mund, schüttelst den Kopf, während ich pausiere und dich beobachte. Stumm weinst du. Tränen überströmen dein verstörtes Gesicht. Wie lange habe ich darauf gewartet! Ich lehne mich über dich, Blicke herab auf dein Gesicht, während ich tiefer in dich vordringe. Ich beobachte jeden deiner Muskeln, die sich bei meinen Bewegungen verkrampfen. Ich liebe dich. Ich liebe dich! Würdest du es mir glauben, wenn ich es dir sage? Du musst. Du bist mein schöner Tod.




Part 4- just you and me...

Leise Atemzüge, regelmäßig fließend wie Wasser. Die Hände gefaltet, wie zum Gebet, gerade liegend neben mir. Die schwarzen Wimpern schüchtern gesenkt über den gläsernen Augen in denen sich das Licht des Mondes spiegelt. Es ist, als würde ich aus einem langen Schlaf erwachen. Ich weiß nicht, wie lange ich neben dir lag und dich betrachtet habe, in deiner nun gänzlich entfalteten Schönheit. Ist es nicht so? Schöne Dinge, sind erst dann schön, wenn man sie zerbrochen hat. Glasscherben.

Du hast dich auf die Seite gedreht und dich zusammengekrümmt. Das konnte ich nicht zulassen. Wie sonst soll ich dich beobachten? Diese Pose steht dir besser. Du bist mein Werk. Ich habe den Engel gestürzt und zu einem Dämon gemacht, der von Stille umgeben ist. Das Laken unter ist von Blut getränkt. Die Farbe betont deine Blässe. Sag, warum ist dein Blick so starr? Willst du nicht aus dem Fenster sehen? Wie eine Münze hängt er im Dunkel. Der Mond. Von allen Dingen dieser Welt ist er das Einzige, das nur annährend so viel Faszination beinhaltet, wie du. Fühlst du dich geehrt?

Ich streiche dir eine Strähne schwarzen Haares aus dem Gesicht. Ich sehe, wie sich deine Hände fester umeinander krampfen, dein Atem stockt. Eine kalte Briese kräuselt die dünnen Vorhänge und durchfährt das Zimmer. Du zitterst ja! Ist dir kalt, mein Herz? Ich nehme dich in meine Arme, ziehe deinen weichen Körper zu mir. Du bist zu einer stummen Puppe geworden. Fabelhaft. Immer noch unschuldig in deiner Misere...

Meine Hand berührt deinen flachen Bauch. Ich setze mich auf. Ein Blick genügt. Rot glühendes Verlangen keimt erneut in mir auf. Ich spüre wieder die Macht, die warm meine Adern durchströmt. Deine Schenkel öffnen sich erneut für mich. Kein Wort aus deinem Mund.


~ Zwei Körper ein Fleisch...~


Meine Handabdrücke auf deinem Körper bleiben hellrot zurück. Blutverschmiert verschmelzen wir wieder zu einer Einheit. Es ist ein Pakt, zwischen uns geschlossen, besiegelt mit deinem Lebenssaft. Nichts kann uns mehr entzweien. Ich lasse dich nie mehr gehen...

*+*

Du zitterst. Nur ich kann es sehen. Deine Hände haben sich um das Gehäuse des Mikrofons geklammert. Dein einziger Halt. Du musst dich nicht fürchten... Ich werde dich beschützen. Niemand wird dir etwas antun, das verspreche ich. Bisher verlief der Gig ungestört. Aber du hast dich kein einziges Mal von deinem Standort wegbewegt. Dein Körper hat nichts von der reinen Unschuld verloren, die ich gestern Nacht erblickte. Es ist, als würde ich durch deine schwarze Kleidung sehen. In Gedanken enthülle ich deine Haut Schicht, für Schicht. Ich fühle mich wieder so, wie in dem hermetisch abgeriegelten Hotelzimmer. Nur ist der Gedanke in diesem Moment noch viel erregender... Mit klarer Stimme sagst du den nächsten Titel an: ’shot’. Aah... mein Lieblingstück. Schön, dass du daran gedacht hast.

Ich gebe den Takt an und beobachte dich nebenbei aus den Augenwinkeln. So viel Kraft hätte ich dir nicht zugetraut. Heute Morgen bist du unter die Dusche gekrochen und jetzt stehst du hier auf der Bühne und singst, als hinge dein Leben davon ab. Ein leiser Laut der Belustigung entschlüpft mir. Es ist einfach zu komisch Eero und Pauli verwunderte Blicke austauschen zu sehen. Sicher fragen sie sich, was denn aus dem Wirbelsturm geworden ist. Wie gerne würde ich ihnen sagen, dass ich dich gezähmt habe, aber dass würde unser hübsches Spiel nur sinnlos beenden. Plötzlich werden meine Gedankengänge unterbrochen und mein Blick heftet sich an dich.

Ein Raunen geht durch die Menge. Du bist verstummt und hast der Menge den Rücken zugedreht. Panisch schweift dein Blick über die Bühne, streift mich flüchtig. Du schwankst. Wie in Trance lasse ich meine Sticks fallen und renne auf dich zu. Mit einem lauten Quietschen, dass in der ganzen Halle echot, entgleitet das Mikrofon deinen Händen. Deine Augen sind starr auf mich gerichtet, dann knicken deine Beine ein. Doch ich bin da und rette dich vor dem harten Aufprall. Eero und Pauli stehen scheinbar unter Schock und starren regungslos auf dich herunter. Tränen verwischen das Grün in deinen Augen.


”NEIN!!!!!”


Fast schon unmenschlich, wie von einem Tier in Todesqualen, klang der Schrei. Hoch und verzweifelt. Alle sind still geworden und lauschen seinem Klang nach. Ich packe deinen schlaffen Körper und presse ihn eng an mich.

”So schön hast du für mich nicht geschrien...”, hauche ich in dein Ohr.




Part 5- sleepers

”Sind ihnen in letzter Zeit Veränderungen am Verhalten ihres Kollegen aufgefallen?” Der Sanitäter, der sich bis eben mit Eero unterhalten hat, wendet sich mir zu. Mein Blick flackert durch den Raum.
”Nein. Nicht, dass ich wüsste.” Ich spüre Paulis Hand auf meiner Schulter.
”Wir haben alle nichts bemerkt. Es war wie immer... und dann plötzlich... Hat es etwas mit seiner körperlichen Verfassung zu tun?”, fragt er und seine Augen wandern kurz zu dir. Du liegst wie tot auf dem Sofa in der Zimmerecke. Seit die zwei Sanitäter dich in den Backstage- Bereich getragen und dort hingelegt haben, hast du dich nicht gerührt.

”Das werden wir erst nach einer ausgiebigen Untersuchung beantworten können. Bis dahin, bleiben nur Vermutungen. Der Zusammenbruch kann auch psychischer Natur sein.” Ich schüttle Paulis Hand ab und gehe rüber zu dir. Ohne jegliche Gefühlsregungen starre ich in dein blasses Gesicht. Deine Lippen teilen sich zu einem stummen Seufzen, deine Lider flattern und deine Wimpern öffnen sich einen Spalt breit. Schnell setze ich mich auf den Stuhl, der nebem dem Sofa steht und verschiebe ihn so, dass ich den Anderen die Sicht auf dich verdecke.

”Wo bin ich?”, fragst du ohne mich anzusehen.
”Backstage.” Bei dem Klang meiner Stimme reißt du die Augen auf und hebst schützend die Hände über den Kopf.
”Na na... Es besteht kein Anlass panisch zu werden.” Zärtlich drücke ich deine Handgelenke neben dir in die Polster, zwinge dich mich anzusehen.
”Du musst mir jetzt zuhören. Tust du das?” Du antwortest mit einem zittrigen Nicken und presst die Lippen zu einem dünnen Strich zusammen.
”Man wird dich untersuchen wollen. Sie könnten die Zeichen unserer Liebe entdecken. Und das wollen wir doch nicht, oder?” Kopfschütteln, von einem fiebrigen Blick begleitet.
”Niemand wird dich untersuchen. Ist das klar?” Ich warte auf eine Bestätigung von dir, die du mir auch sofort gibst. Lächelnd beuge ich mich zu dir herab und küsse dich leicht auf den Mund.
”Brav... brav, mein Engel.”

”AKI! Ist Lauri wach?!” Die Wut schießt heiß durch meinen Körper und lässt mich die Hände zu Fäusten ballen. Ich hasse Störungen.
”Ja, Eero.”, presse ich zwischen den Zähnen hervor und rücke mit einem letzten Blick auf dein Gesicht etwas zur Seite. Du setzt dich langsam auf und klammerst dich an Eero fest, der sich über dich gebeugt hat. Tränen laufen an deinen Wangen herab und für einen kurzen Moment schwankst du. Äußerlich bemühe ich mich um eine besorgte Fassade, doch innerlich, erfreue ich mich an deinem Kampf. Ich kann genau sehen, wie du dich bemühst, stark zu wirken. Etwas unwirsch wehrst du Eeros stützende Hände ab und stehst auf.

”Bleiben sie liegen! Wir müssen sie noch untersuchen!” Dein Blick gräbt sich in den des Sanitäters, der augenblicklich zu Boden sieht.
”Es geht mir gut. Ich habe nur in den letzten Nächten zu wenig geschlafen... Aki... bitte begleite mich zum Hotel. Wir sind hier hoffentlich fertig.” Ich stehe auf und lege einen Arm um deine schmalen Hüften, spüre, dass jeder einzelne Muskel angespannt ist. Aus den Augenwinkeln beobachte ich die Sanitäter, die verwirrte Blicke austauschen.
”Lauri! Das wird sich herumsprechen! Bist du dir darüber im Klaren, dass wir die Tour abbrechen müssen?!”, regt sich Pauli auf.
”Wie gut, dass es nur noch zwei Gig´s gewesen wären...”, entgegnest du, während ich dich schon aus dem Raum geleite.

Dein Blick ist starr nach vorne gerichtet. Du zitterst inzwischen am ganzen Körper. Kaum, dass wir am Ende des Flursystems angekommen sind, brichst du in meinen Armen zusammen. Ich bin stolz auf dich. Du warst stark. Mein Leben, mein Herz. Unsere Liebe wird für immer unser Geheimnis bleiben...

”Du bist wunderschön.”, flüstere ich dir ins Ohr und hebe dich hoch. Vor dem hinterausgang warten zwei Wägen auf uns. Der Chauffeur des am nächsten stehenden Wagens kommt zu uns und will dich in den Wagen legen, aber ich lasse nicht zu, dass er dich berührt. Während er nur die Tür aufhält, bette ich dich auf dem breiten Doppelsitz und setze mich dann auf den Beifahrersitz. Der andere Wagen bleibt zurück. Eero und Pauli werden bald folgen.

”Geht es ihm nicht gut?” Die Frage des Chauffeurs vermischt sich mit dem leisen Motorengeräusch.
”Es ist nur ein kleiner Schwächeanfall... nichts weiter.” Ich klappe den Sonnenschutz herunter und beobachte dich in dem kleinen Spiegel. Regungslos liegst du da, scheinst nichts von der Fahrt mitzubekommen. Die Haut an deinen Schläfen ist so weiß und durchscheinend, dass ich die dünnen Blutgefäße darunter erkennen kann. Deine Augenbrauen zucken leicht und aus deinem Mund kommt ein leises Stöhnen. Keuchend schlägst du die Augen auf und siehst mich an. Und in diesem Moment sehe ich wieder diesen Funken in ihnen. Den Funken der Angst, der sich durch die grünen Ranken frisst. In mir erwacht die Lust. Das Verlangen nach dir. Mit einer raschen Bewegung klappe ich den Sonnnenschutz wieder zu. Der Chauffeur zuckt bei dem Knall leicht zusammen. Die Luft brennt in meinen Lungen. Ich muss dich besitzen.

”Wir sind da.”

”Danke. Komm, Lauri....”






TBC!!!!!!!!!!!!! >.< Uuuund...?