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What happens if it rains
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Es regnet. Wir haben uns unter einen Baum gerettet und beobachten die Regentropfen, die wie Selbstmörder der staubigen Erde entgegenfallen und durstig von ihr aufgesaugt werden. Es hat ganz plötzlich angefangen. Ohne jede Vorwarnung. Du hast meine Hand ergriffen und mich in den Park gezogen. Das Shirt und die Hose kleben an mir und mein Haar liegt feucht in meinem Nacken. Angestrengt versuche ich durch den dichten Regenschleier die Umrisse der Bäume zu erkennen. In der Luft liegt ein kalter Hauch. Es duftet nach grünen Blättern und frischer Erde. Sommerregen.

Plötzlich spüre ich eine Hand an meiner Hüfte. Du hast mich an dich herangezogen und blickst mir in die Augen. Es sieht so aus, als wolltest du etwas sagen. Du öffnest leicht den Mund, hältst inne, dann ein Seufzen, du schüttelst den Kopf. Ich spüre deinen Atem auf meiner vor Kälte tauben Haut, es kribbelt.

„Weißt du, was ich schon die ganze Zeit lang machen wollte?“

Ich sehe dich verständnislos an. Was meinst du? Verwirrt öffne ich den Mund, will dich fragen, doch ich komme nicht dazu. Deine Lippen verschließen meinen Mund wieder und lassen mir keine Möglichkeit mich von ihnen zu befreien. Es ist, als würden alle Geräusche um uns herum ersterben. Die Tropfen fallen lautlos. Stumm wie in Zeitlupe spritzt das Wasser einer Pfütze. Ich schließe die Augen, konzentriere mich auf dich. Deine Lippen, die sanft über meine streichen, deine Zunge, die meine liebevoll umgarnt. Ich schmecke ein wenig Nikotin, vielleicht auch Pfefferminze... Hände, die in meinen Haaren wühlen. Hitze, die von dir ausgeht.

Dann ist es vorbei. Verwirrt öffne ich wieder die Augen, sehe in dein Gesicht, kann dein Lächeln nicht deuten. Die Wärme deiner Hände verlässt mich, du gehst an mir vorbei. Als du auf einer Höhe mit meinem Ohr bist höre ich dich flüstern. Deine Worte, das Einzige, das ich vernehme.

„Du schmeckst gut.“

Schritte, sie werden leiser. Regentropfen, die mit ohrenbetäubendem Plätschern auf den Blättern des Baumes zerspringen. Schritte, die sich von mir entfernen und verschluckt werden. Du bist weg. Einfach gegangen. Du lässt mich allein zurück. Verwirrt, enttäuscht, bestohlen. Du hast mir einen Kuss gestohlen. Ich erinnere mich an das Lächeln. Ich sehe dein Gesicht genau vor mir. Die nassen blonden Strähnen, die dir in die Stirn fallen und deinen grünen Augen die Sicht erschweren. Dein Mund, der mich beraubt hat....

„Dieb!“ Wütend trete ich gegen den nassen Baumstamm. Mein Fuss rutscht von der aufgeweichten Rinde ab.








GAME OVER or to be continued?

by Lauris_act
written at the 24.05.05